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Wärmepumpe smart steuern: Home Assistant als Energiemanager

Wir haben unsere Heizungsanlage so in Home Assistant eingebunden, dass die Wärmepumpe nicht einfach nur nach Aussentemperatur und Uhrzeit läuft. Die Anlage ist raumtemperaturgeführt auf maximale Effizienz durch Sektorenkopplung optimiert.

Die Anlage besteht im Kern aus:

  • Home Assistant OS
  • Technische Alternative UVR16x2 universeller Heizungsregler
  • Technische Alternative C.M.I. als Schnittstelle zur UVR
  • Daikin Altherma 3M Wärmepumpe über Daikin DCOM-LT/IO Modbus-Gateway
  • 4 x Deye Deye Sun 8K SG04LP3 mit ~ 80 kWH Batteriespeicher
  • ~ 34 kWp Indach Photovoltaik
  • Solar Assistant für PV- und Akkudaten
  • Shelly H&T als Raumtemperatursensor
  • 800-l-Pufferspeicher

Die UVR16x2 führt den eigentlichen Heizkreis.
Home Assistant greift nicht direkt in die Regelung ein, sondern gibt Sollwerte vor und beobachtet, ob die Anlage sinnvoll reagiert. Die Daikin-Wärmepumpe wird über Modbus gelesen und geschrieben, die TA-Regelung über das C.M.I. eingebunden.

Die Grundidee:

Raumtemperatur: Shelly H&T
Aufgabe: Komfortgrenze überwachen

Heizkreis: TA UVR16x2 / C.M.I.
Aufgabe: Vorlauf-Sollwert führen


Wärmepumpe Daikin Altherma 3M mit Daikin DCOM-LT/IO Modbus
Aufgabe: Heizleistung passend bereitstellen

PV / Akku: Deye + Solar Assistant
Aufgabe: sauberen PV-Strom sinnvoll nutzen

Puffer: Quelle: TA-Sensoren oben/unten
Aufgabe: thermische Energie speichern

Besonders spannend ist der Pufferspeicher. Mit rund 800 Litern Wasser kann man grob berechnen, wie viel Wärme noch verfügbar ist:

Energie ≈ 800 l × 1,163 Wh/(l·K) × Temperaturdifferenz

Wenn also genug Wärme im Puffer steckt, kann die Wärmepumpe nachts aus bleiben. Wenn tagsüber sauberer PV-Strom oder ein hoher Akku-SoC verfügbar ist, darf die Wärmepumpe den Puffer gezielt höher laden.

Dabei gelten feste Leitplanken:

  • Raumtemperatur halten
  • Wärmepumpe nicht unnötig takten lassen
  • Netzbezug möglichst vermeiden
  • PV-Strom zuerst sinnvoll selbst nutzen
  • Vorlauf der Wärmepumpe maximal 59,9 °C

Der wichtigste Punkt ist: Es geht nicht um „alles maximal automatisieren“, sondern um eine robuste, nachvollziehbare Regelung. Home Assistant sammelt die Daten, erkennt Zustände und verschiebt Energie dorthin, wo sie sinnvoll ist: tagsüber in den Pufferspeicher, nachts aus dem Pufferspeicher ins Haus.

So wird aus Wärmepumpe, PV-Anlage, Akku und Heizungsregler ein gemeinsames System. Ziel: weniger Takten, mehr Eigenverbrauch, weniger Netzstrom und trotzdem ein warmes Haus.

Maximaler Eigenverbrauch führt auch in Zeiten niedriger Einspeisevergütung zu sehr wirtschaftlichem Betrieb
#Sektorenkopplung
#Indach-PV